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Boxer
Lukas Schulz - Quickjump
Übersicht Lukas Schulz-Boxer

Allgemeine Angaben

Geburtsdatum:

27. April 1981

Nationalität:

Deutschland

Alias:

-

Größe:

1,87

Auslage:

Normalausleger

Wohnort:

Hamburg und Berlin

Geburtsort:

Dirschau

Ausbildung:

Abitur

Hobbys:

Schach spielen, Lesen (Sachliteratur), mit Freunden treffen

Profidebüt:

29. Aug. 2009

Trainer:

Karsten Röwer

 

Profirekord

7 Kämpfe: 7 (KO 5) Siege, 0 Unentschieden, 0 Niederlagen

 

Amateurrekord

96 Kämpfe: 74 Siege, 3 Unentschieden, 19 Niederlagen

Der Hamburger Lukas Schulz fing bereits im Alter von 13 Jahren mit dem Boxen an. "Im Fernsehen sah ich Ausschnitte von Dariusz Michalczewski und den Jubel über seinen Sieg. Da war sofort für mich klar, das will ich auch. Ich wusste, dass es einen Boxtrainer in der Gegend gibt und sprach ihn an. Zusammen mit einem Freund begann ich dann zu trainieren, obwohl wir damals die einzigen Jüngeren beim Boxtraining waren", erinnert sich Schulz. Eigentlich war ich auch gar nicht so schlecht. Doch ich hatte ein Problem, meine Eltern wollten überhaupt nicht, dass ich boxe."

So kam es, dass er seine Wettkämpfe heimlich bestritt. "Ich habe zu Hause erzählt, dass ich bei einem Freund übernachte. Und dann ging es in den Ring. Wenn ich mich dann fürs Finale am kommenden Tag qualifizierte, wurde noch eine Nacht bei Freunden drangehängt." Doch später musste Lukas Schulz dann doch eine Pause vom Faustkampf einlegen. "Wir zogen aus Hamburg weg. Damit war es erst einmal mit dem Boxen vorbei. Doch als ich 18 Jahre wurde, war für mich klar, ich gehe sofort nach Hamburg zurück und boxe!"

Insgesamt bestritt der Amateur vom BSV 19 (Bahrenfelder Sportverein von 1919) unter der Obhut seiner damaligen Trainer Michael Sannek und Jens Hoyer 96 Amateurkämpfe. Davon gewann er 74. Dreimal erreichte er ein Unentschieden. Nachdem er in den Jahren 2006 und 2007 Deutscher Vize-Meister im Schwergewicht geworden war, gelang ihm dann 2008 der ganz große Coup: Im bayerischen Straubing gewann er den Titel. In den Monaten danach reifte schließlich die Entscheidung, doch noch zu den Profis zu wechseln.

Für viele überraschend: Er entschied sich nicht dafür, vor der eigenen Haustür in Hamburg zu boxen, sondern er wollte für das Berliner Sauerland-Team in den Ring steigen. "Der inzwischen verstorbene Schauspieler Gerhard Hartig, der für mich wie ein Großvater war und mich viele Jahre förderte, sagte immer zu mir, ich solle zu Wilfried Sauerland gehen. Mir waren seine Meinung und sein Rat immer sehr wichtig. Deshalb habe ich mich daran gehalten, was er mir vor seinem Tod mit auf den Weg gegeben hat."

Als Trainer entschied er sich für Karsten Röwer. "Er ist ein Fachmann, der die Psyche der Sportler erreicht." Bei den Profis will Schulz nahtlos an seine Erfolge bei den Amateuren anknüpfen. "Ich habe riesigen Spaß am Boxen. Da wird alles gefordert: Reflexe, Schnelligkeit, Schlagkraft, Physis, Erfahrung und Psychologie. Zum ersten Mal in meinem Leben habe ich jetzt die Möglichkeit, mich voll und ganz auf den Boxsport zu konzentrieren. Am Ende soll natürlich ein WM-Titel her. Aber jetzt geht es erst einmal darum, meine Kämpfe zu gewinnen."

1.) 29.08.2009 in Halle (Westfalen): Technischer K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Dirk Mandelartz (Deutschland)

2.) 19.09.2009 in Neubrandenburg: Technischer K.o.-Sieg (4. Runde) gegen Silvio Meinel (Deutschland)

3.) 17.10.2009 in Berlin: Punktsieg (4 Runden) gegen Blanchard Kalambay (Kongo)

4.) 05.12.2009 in Ludwigsburg: Punktsieg (6 Runden) gegen Marcel Erler (Deutschland)

5.) 13.03.2010 in Berlin: Technischer K.o.-Sieg (2. Runde) gegen Lonja Fanta (Deutschland)

6.) 24.04.2010 in Herning, Dänemark: K.o.-Sieg (3. Runde) gegen Viktor Szalai (Ungarn)

7.) 05.06.2010 in Neubrandenburg: Technischer K.o.-Sieg (8. Runde) gegen Christophe Dufaux (Belgien)

 

Bilanz: 7 Kämpfe; 7 (5 K.o.'s) Siege